{"id":252,"date":"2017-05-17T16:05:51","date_gmt":"2017-05-17T08:05:51","guid":{"rendered":"http:\/\/klkoleo.com\/klkemmerich\/?p=252"},"modified":"2018-11-28T22:29:20","modified_gmt":"2018-11-28T14:29:20","slug":"ausgezeichnet-zertifiziert","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.klkoleo.com\/klkemmerich\/en\/ausgezeichnet-zertifiziert\/","title":{"rendered":"AUSGEZEICHNET ZERTIFIZIERT"},"content":{"rendered":"<p>Am 17.05.2017 erreichte der Standort Emmerich einen weiteren Meilenstein, die Zertifizierung gem\u00e4\u00df der Standards ISO 22000 und GMPplus(B1 und B3).<\/p>\n<p>Diese Zertifizierungen sind f\u00fcr die Produkte Glyzerin, Fetts\u00e4uren, Sorbitanester und auch f\u00fcr die noch in diesem Jahr kommenden mittelkettigen Triglyzeride (kurz MCT) g\u00fcltig. Dies soll nun zum Anlass genommen werden, eine Zusammenfassung des Erreichten zu beschreiben und einen kleinen Ausblick auf das Kommende zu geben. Begonnen wurde dieser Weg 2015, in dem eine HACCP ausschlie\u00dflich f\u00fcr Glyzerin erarbeitet und erfolgreich zertifiziert wurde. Dieses HACCP-Konzept wurde im darauf folgenden Jahr auf nahezu das gesamte Werk erweitert, wobei einige Ausnahmen bestanden und auch immer noch bestehen. Zu diesen Ausnahmen z\u00e4hlt unter anderem die Produktion der Dimere. Nun ist das Ziel erreicht und das seit 2015 immer weiter entwickelte HACCP-Konzept ist durch die nun erteilten Zertifizierungen gem\u00e4\u00df ISO 22000 und GMPplus (BA1 und BA3) gekr\u00f6nt worden.<\/p>\n<h3>ABER WAS GENAU WURDE NUN ZERTIFIZIERT?<\/h3>\n<p>Im Grunde geht es bei diesen Zertifikaten um ein Thema, welches jeden Einzelnen etwas angeht, die Sicherheit von Lebensmitteln. Wir alle w\u00fcnschen uns als Verbraucher sichere Lebensmittel, von denen keine gesundheitliche Gefahr ausgeht und die wir mit Genuss konsumieren k\u00f6nnen. Die ISO 22000 ist ein Managementsystem, also ein systematischer Ansatz, welcher die Sicherheit von produzierten Lebensmitteln im Fokus hat. Das GMPplus-System bewacht systematisch die Sicherheit von Tierfuttermitteln. Tierfuttermittel m\u00fcssen nat\u00fcrlich genauso unbedenklich sein wie Lebensmittel, da wir Konsumenten sozusagen am Ende der Nahrungskette stehen und bedenkliches oder gar gef\u00e4hrliches Tierfutter zu uns Konsumenten zur\u00fcck auf den Teller kommt.<\/p>\n<h3>GOOD MANUFACTURING PRACTICE<\/h3>\n<p>Das GMPplus-System kann allerdings mit der Abk\u00fcrzung GMP verwechselt werden. Diese Abk\u00fcrzung steht f\u00fcr \u201eGood Manufacturing Practice\u201c, also \u201eGute Herstellungspraxis\u201c. Dieser Begriff ist ohne seinen Bezug bestimmungslos und es muss daher immer erl\u00e4utert sein, worauf die \u201eGute Herstellungspraxis\u201c angewandt wird. Es handelt sich dabei eher um Richtlinien zur Qualit\u00e4tssicherung, die z.T. auch durch die EU erlassen wurden. So gibt es z.B. eine GMP f\u00fcr Pharmaprodukte, eine GMP f\u00fcr Kosmetikprodukte, aber auch eine GMP f\u00fcr Lebens- bzw. f\u00fcr Futtermittel. Bei der GMPplus-Zertifizierung, welche nun erreicht ist, handelt es sich um einen konkreten Anforderungskatalog. Dabei steht das B1 f\u00fcr die Produktion von Futtermitteln und den Vertrieb dieser Produkte und das B3 steht ausschlie\u00dflich f\u00fcr den Handel von GMPplus-zertifizierter Ware. Prinzipiell handelt es sich bei der ISO 22000 ebenfalls um einen solchen abfragbaren Anforderungskatalog.<\/p>\n<h3>HAZARD ANALYSIS CRITICAL CONTROL POINT<\/h3>\n<p>Kernelement beider Anforderungskataloge ist die sogenannte HACCP. Diese Abk\u00fcrzung steht f\u00fcr \u201eHazard Analysis Critical Control Point\u201c was \u00fcbersetzt bedeutet \u201eGefahrenanalyse kritischer Lenkungspunkte\u201c. Die HACCP ist ein System, welches Gefahren, die f\u00fcr die Lebensmittelsicherheit wesentlich sind, identifiziert, bewertet und beherrscht. Dieses Konzept wurde in den Vereinigten Staaten im Auftrag der NASA bereits in den fr\u00fchen 1960er Jahren entwickelt. Das Ziel war seinerzeit die Entwicklung geeigneter Nahrung f\u00fcr Astronauten, die auf ihren Missionen nat\u00fcrlich keinerlei Beschwerden durch verdorbene Nahrungsmittel gebrauchen konnten. Die HACCP wurde als Konzept bereits in den sp\u00e4ten 1970er Jahren von industriellen Lebensmittelherstellern \u00fcbernommen. Seit 1993 empfiehlt die FAO, das ist die Ern\u00e4hrungs- und Landwirtschaftsorganisation der UNO, die Anwendung der HACCP bei der Produktion von Lebensmitteln und Futtermitteln. F\u00fcr das Werk Emmerich bedeutete die Anwendung der HACCP, dass jeder einzelne Prozessschritt identifiziert, dokumentiert und bewertet wurde. Vom Empfang der Rohware bis zur Bef\u00fcllung der Tankwagen mit Fertigware bedeutet dies \u00fcber 250 Einzelschritte. Erg\u00e4nzt wird diese Betrachtung durch zus\u00e4tzliche Risikoabsch\u00e4tzungen hinsichtlich der eingesetzten Prozesschemikalien, Schmiermittel der Pumpen, das Thermal\u00f6l der Conti-Fraktionierung und der Blase 8, Konditionierungsmittel der R\u00fcckk\u00fchlwerke und noch einiges mehr.<\/p>\n<h3>ANFORDERUNGEN ERF\u00dcLLEN<\/h3>\n<p>\u00dcber diese zentrale Anforderung der HACCP hinaus stellen die beiden Standards ISO22000 und GMPplus zus\u00e4tzliche Forderungen, welche nat\u00fcrlich auch erf\u00fcllt werden m\u00fcssen. Beiden Standards gemein ist die Erf\u00fcllung s\u00e4mtlicher EU-Regulierungen, welche an die Lebensmittel und Futtermittel gestellt werden. Br\u00fcssel liefert dabei unter anderem Grenzwerte an Kontaminanten, die in Lebensmitteln und Futtermitteln vorhanden sein d\u00fcrfen, regelt eine einheitliche Etikettierung der Produkte, damit Verwechslungen vermieden werden und definiert die nationalen Vorgaben hinsichtlich der Regulierungsbeh\u00f6rden. Im Zuge der Vorbereitung f\u00fcr die Zertifizierung wurde der Standort KLK Emmerich bei der Kreisbeh\u00f6rde Kleve \u201eFachbereich Gesundheit, Abteilung Veterin\u00e4rangelegenheit und Lebensmittel\u00fcberwachung\u201c registriert. F\u00fcr die Produktion von Tierfuttermittel war eine Registrierung beim LANUV notwendig. Das LANUV ist das Landesamt f\u00fcr Natur-, Umwelt,- und Verbraucherschutz mit Sitz in D\u00fcsseldorf.<\/p>\n<h3>SCHULUNGEN ALS MASSNAHMEN<\/h3>\n<p>Schlie\u00dflich fordern beide Standards weitere organisatorische Ma\u00dfnahmen. Dazu z\u00e4hlen auch die allj\u00e4hrlichen Schulungen mit dem Schwerpunkt Hygiene. Auch in diesem Jahr wurden durch QA Schulungen f\u00fcr alle Produktions- und Logistikkollegen in mehreren Sitzungen durchgef\u00fchrt. Erfreulicherweise besuchten auch viele Interessierte, die nicht unmittelbar zu diesem Kollegenkreis geh\u00f6rten, diese Schulungsveranstaltungen. Hygiene meint im Sinne der Lebensmittel- und Futtermittelsicherheit aber nicht nur das einfache H\u00e4ndewaschen. Dies ist nur ein sehr kleiner Teil einer \u201eGesamthygiene\u201c des gesamten Werkes. Dieser kleine Wermuttropfen sei bei der ganzen Euphorie \u00fcber das Erreichte erlaubt. Sauberkeit und Ordnung sind das A und O eines jeden Lebensmittel und Futtermittel produzierenden Betriebes. Und an dieser Stelle gibt es gem\u00e4\u00df den Auditoren noch viel Luft nach oben. Andererseits lie\u00dfen unsere Auditoren verlautbaren, dass unsere guten Produkte nun gekr\u00f6nt seien und zu Spitzenprodukten werden k\u00f6nnen. Auch wenn keine unmittelbaren Gef\u00e4hrdungen der Produktsicherheit bestehen, herumliegende Teile passen nicht zu einem solchen Betrieb!<\/p>\n<h3>STANDARDS LEGEN GRUNDSTEIN<\/h3>\n<p>Zusammenfassend ist mit dem Erreichen der beiden Standards ISO 22000 und GMPplus ein Grundstein gelegt. Der Verbesserungsund Optimierungsgedanke ist ein wesentlicher Bestandteil eines jeden Managementsystems. Ein Ziel der Optimierung muss eine Verbesserung von Ordnung und Sauberkeit sein. Der eingangs beschriebene Gedanke, dass im Grunde jeder von uns nicht nur als Mitarbeiter sondern auch als Verbraucher betroffen ist, sei hier nochmals aufgegriffen. Es kann halt passieren, dass wir unsere eigenen Produkte auf kurz oder lang auf den eigenen Teller bekommen.<br \/>\n<em>Dr. Christian Hartmann<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am 17.05.2017 erreichte der Standort Emmerich einen weiteren Meilenstein, die Zertifizierung gem\u00e4\u00df der Standards ISO 22000 und GMPplus(B1 und B3).<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":63,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_exactmetrics_skip_tracking":false,"_exactmetrics_sitenote_active":false,"_exactmetrics_sitenote_note":"","_exactmetrics_sitenote_category":0,"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-252","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-news"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.klkoleo.com\/klkemmerich\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/252","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.klkoleo.com\/klkemmerich\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.klkoleo.com\/klkemmerich\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.klkoleo.com\/klkemmerich\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.klkoleo.com\/klkemmerich\/en\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=252"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.klkoleo.com\/klkemmerich\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/252\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.klkoleo.com\/klkemmerich\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media\/63"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.klkoleo.com\/klkemmerich\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=252"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.klkoleo.com\/klkemmerich\/en\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=252"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.klkoleo.com\/klkemmerich\/en\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=252"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}